Teil I- Bereitstellung von Project Server Datenbanken in einer SQL Server 2012 Availibility Group

Wie schon mehrmals in meinen Beiträgen geschrieben, ist einer der größten Schwachstellen in einer SharePoint bzw. Project Server Infrastruktur der SQL Server. Mann kann eigentlich sagen, geht’s dem SQL Server gut, geht es auch dem Project Server gut. In der neuen Version vom SQL Server 2012 besteht nun die Möglichkeit sogenannte Availibility-Gruppen zu erstellen, um so seine höhere Verfügbarkeit zu realisieren. Microsoft bezeichnet das ganze als AlwaysOn. Dieses Feature ist natürlich nicht nur für SharePoint bzw.  Project Server gedacht sondern vor allem für geschäftskritische Anwendungen.

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Was sind nun die Mehrwerte von AlwayOn?

  • AlwayOn ist nun ein echtes multisite Clustering. Es unterstützt Multi-Subnetze
  • Sie können, so mal Sie Windows Server 2008 bzw. Windows Server 2008 R2 benutzen, über das SMB2-Protokoll nun mehr als 26 Clusterinstanzen bereitstellen.
  • Die TempDB kann auf einem lokalen Laufwerk angelegt werden, sollten Ihre Applikationen viel TempDB benötigen, kann das eventuell eine bessere Performance geben.
  • Es sind nun indirekte Checkpoints integriert worden, dadurch wird innerhalb einer Clusterinstanz schneller der Ausfall eines Knotens festgestellt. Im SQL Server 2008 R2 lag der Standardintervall bei ca. “2 Minuten”).
  • Sie können nun über ein FailureConditionLevel selber entscheiden, wann ein SQL-Cluster einen Failover durchführen soll.
  • Sie können nun über die sp_server-diagnostics erfahren, warum zum Beispiel ein Failover stattgefunden hat.

Durch die Einführung der Availability Group erhalten Sie eine ganz neue Möglichkeit Hochverfügbarkeit- oder Desaster-Recovery Szenarion aufzubauen. Wie schon in einigen Artikel zuvor beschrieben, konnte man bei einem SQL-Spiegel unter 2008R2 bis zu 2 Knoten verwenden. Nun erhalten Sie die Möglichkeit, bis zu 5 Knoten in eine Availability-Group zusammenzufügen. Hierbei handelt es sich dann um einen Primary-Knoten und vier Secondery-Knoten.  Von den vier Secondery-Knoten können 2 Synchron betrieben werden und die anderen zwei asynchron. Der Vorteil der Asynchronen-Knoten besteht auch darin, dass ich diese direkt als “Readable-Secondaries” über ein Routing adressieren kann. Die Availability-Groupe kann nun auch über einen Listener, genau wie bei einem SQL-Cluster, angesprochen werden. Sie brauchen dadurch keine Verbindungsinformationen über einen Connection-String anzugeben. Das wichtigste, Sie benötigen kein Shared Storage für die Bereitstellung. Bereitgestellt wird der Dienst über den Clusterservice vom Server 2008 – demnach mindestens Microsoft Server 2008/R2 Enterprise bzw. Datacenter.   

In meinem nächsten Teil werden wir den Clusterdienst für die Konfiguration bereitstellen. Hierzu werde ich folgende Umgebung in meinem Lab bereitstellen.

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