Project Server – SQL-Performance überprüfen

Oft stellen Kunden mir die Frage, ob man feststellen kann, ob es eventuell Probleme mit der Performance auf dem SQL Server geben kann. Natürlich gibt es eine Menge Tools die einen Administrator hier unterstützen können – oder man versucht im ersten Schritt die Probleme mit hauseigenen Microsoftmitteln zu lösen. Auf dem SQL Server kann man die Performance einmal mit dem Windows Leistungsüberwachung und dem SQL-Profiler aufzeichnen. Danach werden die Werte dann in den SQL-Profiler geöffnet und können gegeneinander ausgewertet werden. Ich möchte Ihnen in diesem Blogbeitrag eine kurze Anleitung geben, wie Sie dies mit kleinen Beispielwerten erstellen können. Natürlich können Sie dieses Beispiel nach Belieben ergänzen und somit an dem eigenen Anforderungen anpassen.

Umgebung: Um dieses Beispiel nachzustellen, benötigen Sie einen SQL-Server mit dem Microsoft SQL Management Studio. Dieses Beispiel wurde auf einem SQL Server 2016 erstellt.

Öffnen Sie den Profiler. Klicken Sie hierzu auf das Server Management Studio (SSMS) auf Ihrem Server. Klicken Sie dann auf „Extra“ in der Menüleiste und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Server Profiler“.

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Hinweis: Die Benutzung des Profilers kann eventuell den SQL Server in seiner Arbeitsweise beeinflussen. Aus diesem Grund sollte Sei den Profiler eventuell auf einem separaten Rechner ausführen.

Erstellen einer Ablaufverfolgung

Als nächstes müssen Sie sich an der gewünschten Instanz anmelden. Geben Sie hierzu Ihre Anmeldeinformationen ein.

Hinweis: Beachten Sie, dass die Ablaufverfolgung immer für die Instanz gilt, in der Sie sich angemeldet haben.

Geben Sie nun innerhalb des Fensters „Ablaufverfolgungseigenschaften“ einen Namen für die Ablaufverfolgung ein (Bsp.: „Project Server“). Belassen Sie die Einstellung bei den vorgeschlagenen Vorlagen auf „Standard“. Da die Ablaufverfolgung sehr kleine Files generiert, sollten Sie hier eine größere MB-Zahl wählen. Ihn meinem Beispiel nehme ich 150 MB. Sollten Sie eine zeitgesteuerte Ablaufverfolgung wünschen, so geben Sie bei „Beendigungszeit für Ablaufverfolgung aktivieren:“, ein gewünschtes Datum und die dazugehörige Uhrzeit ein. Klicken Sie anschließend auf „Ausführen“.

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Leistungsüberwachung aktivieren

Öffnen Sie nun die Leistungsüberwachung. Geben Sie hierzu unter Ausführen den Befehl „perfmon“ ein und wählen Sie die Option Leistungsüberwachung. Erstellen Sie als nächstes eine „Sammlungssatzdatei“. In dieser Datei werden die gewünschten Indikatoren gespeichert, die wir dann mit der aufgezeichneten Trace-Route übereinanderlegen wollen. Expandieren Sie hierzu den Knoten „Datensammlersätze“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Option „Benutzerdefiniert“ und wählen Sie im Kontextmenü die Option „Neu -> Datensammelsatz“.

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Geben Sie nun einen Namen ein und wählen Sie im unteren Bereich die Option „Manuel erstellen (Erweitert)“. Klicken Sie anschließend auf „Weiter“.

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Wählen Sie die Option „Leistungsindikatoren“. Wählen Sie anschließend „Weiter“.

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Nun können Sie die gewünschten Indikatoren auswählen. In meinem Beispiel habe ich einige Indikatoren zusammengefügt, die für eine Basis-Controlle benötigt werden. Sollten Sie weitere Indikatoren wünschen, so können Sie diese logischerweise ergänzen. Klicken Sie anschließend auf „OK“.

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Aktivieren Sie nun die Leistungsüberwachung, indem Sie mit der rechten Maustaste auf den Leistungssatz klicken und im Kontextmenü die Option „Starten“ wählen. Danach wird Ihnen ein grüner Pfeil links neben dem Leistungssatz angezeigt.

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Übereinanderlegen der Daten SQL-Profiler und der Leistungssteigerung

Öffnen Sie den SQL-Trace im SQL-Profiler. Klicken Sie auf Datei. Wählen Sie im Kontext-Menü die Option „Leistungsdaten importieren“.

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Wählen Sie nun die Datei der Leistungssteuerung aus. Sollten Sie das Standardverzeichnis benutzt haben, so finden Sie diese unter „C:\PerfLogs\Admin\SQL-Operformance„. Wählen Sie nun die zu importierenden Werte aus der Leistungssteuerung aus. Die Daten werden nun übereinandergelegt dargestellt.

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Hinweis: Die Option „Leistungsdaten importieren“ steht Ihnen nur zur Verfügung, wenn Sie die zuvor erstellte Protokollierung öffnen. Diese muss einer Anfangs- und Endzeit besitzen.

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