Im letzten Newsletter schrieb ich noch, dass die goldene Jahreszeit begonnen hat – und nun geht sie nahtlos in die graue über. Auch im Planner-Universum ist es ein wenig ruhiger geworden, denn viele Features, die auf der Roadmap angekündigt wurden, sind entweder überfällig oder wurden verschoben. Trotzdem gibt es ein paar schöne Neuigkeiten. Nach längerer Zeit habe ich mich wieder dazu entschieden, eine Blog-Reihe zu starten – und in diesem Monat ging es bereits los. Also würde ich sagen, wir starten direkt rein und schauen uns an, was es Neues gibt.
Ich hatte bereits im August-Newsletter darübergeschrieben, dass ich Speaker bei der SAMCloud 365 bin und dort den Vortrag „Vom Task-Chaos zur KI-Unterstützung – Microsoft Planner in 2026“ halte. Die Anmeldung ist jetzt geöffnet und du kannst dich registrieren. Mein Vortrag findet am 24. November 2026 um 15 Uhr statt. Die Veranstaltung wird remote durchgeführt. Anmelden kannst du dich hier.
Microsoft Planner & Project Agents (News & Updates)
Tja, was soll ich sagen? Microsoft hat in der letzten Oktoberwoche noch einmal richtig nachgelegt und viele angekündigte Features veröffentlicht. Das hat mich ziemlich viele Nerven gekostet. Denn eigentlich hatte ich den Newsletter schon fertig, als ein Update nach dem anderen veröffentlicht wurde und ich ihn ganze dreimal anpassen musste. Ich hoffe aber, dass ich jetzt alle Infos für dich sorgfältig aufbereitet habe und du damit auf dem aktuellen Stand bist.
Fangen wir mit der bedingten Färbung an. Dieses Feature hatte zunächst nur einen kurzen Auftritt. Es wurde wie angekündigt Anfang Oktober bereitgestellt, funktionierte aber wohl nicht ganz so wie gedacht. Deshalb wurde es am 27. Oktober 2026 wieder zurückgezogen. Drei Tage später, am 30. Oktober 2026, stand es dann wieder zur Verfügung. Damit kannst du jetzt, genau wie in Planner Premium, Werte in Spalten nach festgelegten Regeln farblich hervorheben. Auf der Roadmap lief das Feature unter der ID 569476.

Dann haben wir auch die benutzerdefinierten Felder in den Basisplänen (Unified) erhalten. Genau wie bei den Premium-Plänen kannst du deinem Plan jetzt eigene Felder hinzufügen. Klicke dazu in der Rasteransicht oben rechts auf „Spalte hinzufügen“ und wähle den gewünschten Feldtyp aus. Zur Auswahl stehen Text, Zahl, Datum, Ja/Nein und Auswahl. Bei Auswahlfeldern kannst du die Optionen selbst benennen und bei Bedarf eine Farbe festlegen. Auch die Werte in deinen benutzerdefinierten Feldern kannst du mit der zuvor beschriebenen bedingten Färbung nach festgelegten Regeln farblich hervorheben. Sobald du ein Feld angelegt hast, findest du es auch in der Boardansicht, wenn du die Aufgabeninformationen einer Kachel öffnest. Dort gibt es dafür einen eigenen Reiter. Laut Microsoft kannst du einem Plan bis zu 10 benutzerdefinierte Felder hinzufügen und bei Auswahlfeldern bis zu 20 Optionen hinterlegen. Für die Nutzung brauchst du eine Planner Plan 1 oder Planner & Project Plan 3 Lizenz. Angekündigt wurde das Feature auf der Roadmap unter der ID 566867.

Auch die Kapazitätsansicht hat inzwischen ihren Weg in unsere Pläne gefunden. Damit siehst du, welcher Mitarbeiter in deinem Projekt welche Aufgaben übernimmt und wo es eventuell zu Überlastungen kommt. Das Schöne daran ist, dass du die Aufgabenkarte einfach per Drag & Drop auf einen Zeitpunkt verschieben kannst, an dem der Mitarbeiter noch Kapazitäten hat. Den Zeitstrahl kannst du bequem ein- und ausklappen, damit du auch bei größeren Projekten den Überblick behältst. Und was ich besonders schön finde, Microsoft hat endlich auch hier den Button „Zu Datum wechseln“ hinzugefügt. Damit kannst du schneller zum gewünschten Datum in der Zeitleiste springen. Für Aufgaben ohne Anfangs- und Enddatum gibt es oben den Schalter „Ungeplante Arbeiten“. Wenn du ihn einschaltest, werden dir diese Arbeitspakete angezeigt. Du kannst sie dann einfach per Drag & Drop beim gewünschten Mitarbeiter an der passenden Stelle in der Zeitleiste ablegen. So legst du fest, wer die Aufgabe übernimmt und wann sie erledigt werden soll. Auch die Dauer lässt sich per Drag & Drop anpassen. Für die Kapazitätsansicht brauchst du eine Microsoft Planner & Project Plan 3 Lizenz.

Auch das Feature „Verknüpfte Pläne“ wurde inzwischen veröffentlicht. Damit kannst du jetzt eine Aufgabe mit einem anderen Plan verbinden. Dafür gibt es mehrere Wege. In der Rasteransicht klickst du auf die weiteren Optionen mit den drei Punkten und wählst „Mit einem Plan verbinden“. Im Menü kannst du dann entscheiden, ob du einen bestehenden Plan verknüpfen oder einen neuen Plan erstellen möchtest. Anschließend erscheint in der Informationsspalte das Planner-Logo. Ein Klick darauf öffnet den verknüpften Plan. Den Link findest du außerdem in den Aufgabeninformationen direkt unter dem Aufgabennamen. Wenn du mehrere Pläne mit deinem Plan verknüpft hast, werden die Verknüpfungen auch oben im Plan angezeigt. Bei einem verknüpften Plan siehst du dort direkt den Namen. Bei mehreren Plänen wird stattdessen die Anzahl der Verknüpfungen angezeigt. Klickst du auf diese Zahl, öffnet sich ein Menü mit den Links zu den einzelnen Plänen. Von dort kannst du den gewünschten Plan öffnen. Für das Feature brauchst du eine Planner & Project Plan 3 Lizenz. Auf der Roadmap lief es unter der ID 569929.

Ebenfalls eine Punktlandung ist der Aufgabenverlauf (Task-History), den Microsoft jetzt auch ausgerollt hat. Damit kannst du nun auch in den Standardplänen nachvollziehen, was an einer Aufgabe geändert wurde. Genau wie in Planner Premium öffnest du dazu die Aufgabendetails und klickst oben rechts auf das Stift-Symbol für den Aufgabenverlauf. Was mir sofort aufgefallen ist, hier werden im Gegensatz zu Planner Premium auch die Änderungen des Planner Agent protokolliert. Für die Nutzung brauchst du, genau wie bei den Premium-Plänen, eine Planner Plan 3 Lizenz. Auf der Roadmap lief das Feature unter der ID 569933.

Neben den Veröffentlichungen gab es auch wieder ein paar Verschiebungen auf der Roadmap. Die Features „Teams-Besprechungen mit bestehenden Planner-Plänen verbinden“ mit der ID 561490 und „Funktionen in Microsoft Cowork“ mit der ID 567315 wurden in den November verschoben. Für das Feature „Automatische Löschung inaktiver Besprechungspläne“ steht jetzt Oktober auf der Roadmap. Entdeckt habe ich es bisher allerdings noch nicht.
Aber es gibt auch Neues zu den kommenden Features. Unter der ID 576275 wurde angekündigt, dass du bald wieder benutzerdefinierte Ansichten speichern kannst. Das gab es damals ja schon im Project Server und im Project Client. Ich bin gespannt, wie Microsoft das in Planner umsetzt.
Auch zum Feature „Private Aufgaben werden künftig im persönlichen Privatplan gespeichert“ hat Microsoft weitere Informationen veröffentlicht. Wie im Message Center zu lesen ist, soll die Speicherung im Privatplan neue Möglichkeiten eröffnen, etwa die Nutzung von Labels und des Aufgabenverlaufs. Deine privaten Aufgaben bleiben dabei weiterhin nur für dich als Aufgabenbesitzer sichtbar. Du kannst sie weder teilen noch anderen zuweisen. Auf der Roadmap findest du das Feature unter der ID 569426 und im Nachrichtencenter unter MC1488845.
Verschoben wurde außerdem das Feature „My Task redesign“ mit der Roadmap-ID 561204. Inzwischen gibt es dazu endlich auch einen Eintrag im Nachrichtencenter. Dort läuft es unter dem Namen „Meine Aufgabenerfahrung in Planner aktualisiert“ und der ID MC1488844.
Zum Schluss noch ein Blick auf den Planner Agent. Auch hier arbeitet Microsoft an einigen Verbesserungen. Geplant sind eine verbesserte Kontextverarbeitung und die Unterstützung größerer Pläne. Durch Modell-Upgrades, optimierte Prompts und eine bessere Datengrundlage soll außerdem die Qualität der Antworten steigen. Gleichzeitig will Microsoft eine höhere Zuverlässigkeit und geringere Latenz erreichen, damit du konsistentere Antworten erhältst und weniger lange warten musst. Auch die Aufgabenverwaltung soll erweitert werden, unter anderem durch umfassendere Möglichkeiten zur Zuweisung von Aufgaben. Dazu kommen Verbesserungen der Benutzeroberfläche, damit du Aufgaben und Pläne im Copilot Chat intuitiver verwalten kannst. Besonders gespannt bin ich auf die automatischen Task Catch-ups, mit denen du dich über deine Aufgaben auf den aktuellen Stand bringen lassen kannst. Angekündigt sind die Änderungen auf der Roadmap unter der ID 573168.
YouTube (torbla74)
Wie jeden Monat gab es auch diesmal wieder die aktuellen Technews auf YouTube für dich. Im September hatten wir bis zu 16 neue Ankündigungen. Da gab es einiges zu besprechen und das Video ist deshalb ein klein wenig länger geworden.
Meine Blogartikel (LinkedIn & Web)
Endlich gibt es wieder eine neue Blog-Reihe! Im Sommer hat mich ein Kunde auf ein Problem aufmerksam gemacht, das in der Praxis beim Umgang mit Power BI häufig auftritt. Die Aktualisierung von Datasets (semantischen Modellen) wird über ein Benutzerkonto durchgeführt. Das ist zunächst einmal normal und nichts Besonderes. Aber was passiert, wenn der Benutzer im Urlaub ist und die Daten nicht mehr aktualisiert werden, weil die Anmeldedaten abgelaufen sind? Natürlich gibt es als zweite Option die Verwendung eines Dienstkontos. Dieses benötigt jedoch die entsprechenden Lizenzen, was im Planner-Umfeld eine Planner-Plan-1- beziehungsweise Planner-und-Project-Plan-5-Lizenz sowie eine Power-BI-Lizenz bedeutet. Dafür gibt es eine sehr gute Lösung, die eine Organisation nutzen kann. Das Ganze läuft über einen sogenannten Service Principal. Ein Vorteil besteht darin, dass er keine Lizenz benötigt und auch nicht der maximalen Anzahl an Aktualisierungen unterliegt. Wie du ihn anlegst und entsprechend konfigurierst, zeige ich dir in meiner neuen vierteiligen Blog-Reihe. Im ersten Teil legen wir eine App-Registrierung in Azure an. Die Blogartikel findest du natürlich sowohl auf LinkedIn als auch auf meinem Blog.
Podcast (Proiectum – Projektmanagement)
Natürlich gab es zum Monatsanfang wieder meine Technews-Folge. Darin nehme ich dich noch einmal mit ins Planner-Universum und schaue auf die aktuellen Veränderungen.
Als ich im CCDW bei Bechtle angefangen habe, wurde ich immer wieder gefragt „Du Torben, was macht eigentlich das CCDW und wofür steht die Abkürzung?“ Genau das kläre ich in dieser Podcast-Folge. Dafür habe ich zum ersten Mal meinen Chef Christian Schüring in den Podcast eingeladen. Mit ihm spreche ich aber nicht nur darüber, was wir machen, sondern auch über die Herausforderungen, vor denen Unternehmen heute stehen. Ich fand das Gespräch sehr kurzweilig und fand es mega, dass er zugesagt hat.
Die Podcast-Folgen findest du natürlich wie immer auf allen gängigen Podcast-Plattformen wie Spotify, Amazon Music, Apple Podcasts, Samsung Podcasts und YouTube Music. Und natürlich auch auf meiner Podcast-Seite!