Jahresrückblick – Microsoft Planner in 2025
Zum ersten Mal habe ich mich dazu entschieden, einen Jahresrückblick auf Microsoft Planner 2025 zu erstellen – was gab es alles Neues? Was waren die wichtigsten Änderungen? All das habe ich dir in diesem Blog zusammengefasst. Das Lustige dabei ist, dass mir aufgefallen ist, dass einige der Features, die ich hier nenne, mittlerweile gar nicht mehr auf der Roadmap 365 stehen. Microsoft scheint hier eine eigene Methode der Archivierung zu nutzen. Aber durch meine Arbeit in der Community ist kein Feature verloren gegangen. Also würde ich sagen, starten wir direkt mit dem Januar.
Januar 2025
Im Januar haben wir mit dem Feature 414530 endlich die Möglichkeit bekommen, den Basisplan samt Abweichungen auf Aufgabenebene zu speichern. Meiner Meinung nach war das das Feature auf der Roadmap 2024, auf das wir am längsten gewartet haben und ich mich am meisten gefreut. Danach folgte das Feature mit der ID 464175 – damit konnten wir erstmals eine einheitliche Planner-Registerkartenerfahrung in Microsoft Teams nutzen. Bis zu diesem Update gab es ja nur die Planner-App, die bis dahin keine Premium-Pläne anzeigen konnte. Mit der neuen Planner-App war das nun endlich möglich. Außerdem kam das neue Feature, mit dem du – wie früher im alten Planner – Pläne wieder mit dem Outlook-Kalender synchronisieren konntest. Zusätzlich gab es die Option, Standard-Pläne in Premium-Pläne umzuwandeln. Was mir dabei aufgefallen ist: Das Feature, mit dem du iCalendar mit Outlook nutzen kannst, und die Möglichkeit zur Konvertierung sollen, wie angekündigt, jetzt wieder verschwinden – und dass genau ein Jahr nach ihrer Einführung.
Februar 2025
Auch im Februar gab es wieder einige Änderungen! Zuerst wurde die Nutzung von Planner- und Project-Testlizenzen angepasst. Bis dahin konntest du die Testlizenzen einfach ohne die Hinterlegung einer Kreditkarte verwenden. Das wurde geändert: Ab Februar musstest du beim Beantragen von Testlizenzen eine Kreditkarte angeben und die Lizenzen explizit kündigen. Dann startete endlich der Rollout des Project Manager Agent in Europa – allerdings lief das eher holprig. Nach etwa 24 Stunden wurden alle Sprachen im Agent gesperrt, und du konntest ihn nur noch mit englischen Prompts nutzen. Neben dem Rollout des Agents gab es aber auch schon das erste Feature dazu: die Unterstützung von PDF-Formaten und dass der Project Manager Agent automatisch Abhängigkeiten erstellt. Nachdem die Universal-Planner-App im Januar erschienen war, hat Microsoft die App noch verbessert. Es war vorher nur möglich, Pläne aus dem Standard- und Premium-Environment zusammenzufassen, aber nicht, neue Pläne direkt in der App zu erstellen. Auch das wurde mit dem Update behoben. Und dann kamen endlich für die Basispläne die intelligenten Hintergründe zurück. Dadurch konntest du wieder beliebte Backgrounds anlegen und deinem Projektplan einen eigenen Look verpassen. Das letzte Feature im Februar war dann die Rückkehr der Board-Ansicht in den Ansichten „Meine Aufgaben“ und „Mein Tag“. Dieses Feature hatte die ID 467255 und wurde von euch schon lange gewünscht. Damit konntest du deine Aufgaben wieder selbst in der Boardansicht managen.
März 2025
Im März gab es eigentlich nur kleinere Neuerungen in Planner. Zunächst konntest du in Planner Standard-Plänen die Spalten neu anordnen und die Fälligkeitskategorien wurden erweitert, sodass du dir nun alle anzeigen lassen konntest. Dann hat Microsoft die Filterfunktionen angepasst. Bisher war es so, dass du nach dem Verlassen eines Plans den Filter immer wieder neu setzen musstest. Ab März wurden die Filtereinstellungen jedoch sitzungsübergreifend gespeichert, sodass du die Filter nicht jedes Mal neu setzen musstest. Außerdem wurde der Bug behoben, dass Basispläne standardmäßig in der Board-Ansicht geöffnet wurden.
April 2025
Das erste große Feature im April war, dass der Copilot Project Manager Agent nun Echtzeit-Aufgabenbenachrichtigungen in Teams anzeigte. Sobald eine Aufgabe dem Agenten zugewiesen wurde, konnte der Plan verlassen werden und es erfolgte eine Benachrichtigung in Teams, wenn der Agent fertig war oder eventuell weitere Informationen benötigte. Anschließend wurden von Microsoft die Ansichten „Mein Tag“ und „Meine Aufgaben“ angepasst. Hier war es nun möglich, Spalten ein- oder auszublenden. Zum Schluss wurde der Support erweitert, sodass nicht nur Projekte aus dem Standard-Environment, sondern auch aus dem „Non-Default Environment“ unter „Meine Pläne“ angezeigt wurden. Außerdem gab es einige kleinere Fehlerbehebungen, zum Beispiel bei den Performance-Problemen, die häufig bemängelt wurden.
Mai 2025
Im Mai hat Microsoft als Erstes den Zugriff über Shared-Mailboxen eingeschränkt! Seitdem können Konten, die als Shared-Mailboxen auf einen Plan zugegriffen haben, keine Aufgaben mehr hinzufügen oder bearbeiten sowie keine Anhänge mehr hochladen oder Kommentare verfassen. Microsoft hat für diese Konten allerdings eine 30-tägige Übergangsfrist eingeräumt, sodass Organisationen die Problematik in Ruhe angehen konnten. Außerdem wurde die Nutzung des Project Manager Agents erweitert: Dieser war zuvor nur in der Raster- und in der Boardansicht verfügbar, seit Mai kannst du ihn auch in der Zeitachsen- und in der Personenansicht entsprechend nutzen. Dann hat Microsoft auch wieder etwas am Lizenzmodell geändert. Die Planner-Lizenz ist jetzt Bestandteil aller Project Plan 1, Project Plan 3 und Project Plan 5 Lizenzen, was bisher nicht der Fall war. So stellt Microsoft nun auch lizenztechnisch sicher, dass ein allgemeiner Zugriff auf die Premium-Pläne über alle Lizenzen hinweg möglich ist.
Juni 2025
Seit Juni zeigt der Project Manager Agent seine Informationen nicht mehr nur in Microsoft Teams an, sondern schickt dir jetzt auch entsprechende E-Mail-Benachrichtigungen. Außerdem kannst du seitdem Aufgaben in Standardplänen in der Massenbearbeitung bearbeiten, was die Arbeit deutlich beschleunigt. Und dann war es endlich so weit: Nach knapp vier Monaten hat Microsoft es geschafft, dass der Project Manager Agent in mehr als 40 Sprachen verfügbar ist – darunter auch Deutsch! Zusätzlich kannst du mit dem Project Manager Agent jetzt Berichte mithilfe von KI erstellen. Diese Reports werden nicht nur automatisch erzeugt, sondern können auch einem Review-Prozess unterzogen und bei Bedarf direkt in der eingebundenen Teams-Website veröffentlicht werden. Grundlage für die Reports sind Loop-Komponenten, sodass du maximale Möglichkeiten für individuelle Anpassungen hast.
Juli 2025
Im Juli wurde die Board-Ansicht zur Standardansicht in den Plänen gemacht, sodass du jetzt immer direkt auf die Pläne zugreifen kannst. Außerdem sind die Statusberichte neben dem Project Manager Agent nun ebenfalls in allen Sprachen verfügbar. Das hat für weniger Verwirrung gesorgt, denn vorher waren die Reports nur auf Englisch verfügbar. Microsoft hat den Project Manager Agent automatisch in allen bestehenden Plänen ausgerollt – sofern es sich um Shared-Premium-Pläne handelte. Damit ist er jetzt in all deinen erstellten Plänen verfügbar und du musst ihn nicht mehr nachträglich aktivieren. Zusätzlich wurden Dokumente, die im Shared-Ordner des Projektplans liegen, als direkter Pfad für den Project Manager Agent festgelegt. Dadurch kannst du über die Suche schnell und einfach auf diese Dokumente zugreifen.
August 2025
Ein großer Meilenstein in der Geschichte von Project Online war der August 2025. Denn in diesem Monat wurden die ersten beiden Produkte eingestellt: Zum einen Project for the Web und zum anderen die Roadmap, die dir bisher für dein Portfoliomanagement zur Verfügung stand. Beide wurden in den neuen Planner integriert, wobei die Roadmap in „Portfolios“ umbenannt wurde. Außerdem gab es eine weitere kleine Änderung: Die Registerkarte „Loop“ wurde in „SharePoint“ umbenannt und auch die dahinterliegende Funktion wurde angepasst. Bis dahin hat der Project Manager Agent im Loop-Arbeitsbereich zu jedem Projekt einen eigenen Bereich angelegt und dort die entsprechenden Informationen erstellt. Microsoft hat dies geändert, sodass die Informationen des Project Manager Agent ab jetzt in der Teams-Website der zugeordneten Microsoft 365 SharePoint-Seite landen und für jeden Eintrag eine eigene Loop-Seite abgelegt wird. Ein weiteres Highlight war, dass der Project Manager Agent endlich auch in der Planner Web App verfügbar ist – bisher konntest du den Agent ja nur über die Planner Teams App nutzen. Organisationen, die den Project Manager Agent ihren Usern nicht freigeben wollten, konnten ab August über die PowerShell die Verfügbarkeit einschränken. Hier war es nun möglich, den Agent komplett zu deaktivieren oder ihn bei Bedarf nur bestimmten Benutzern einer bestimmten Sicherheitsgruppe in Entra zur Verfügung zu stellen. Zum Schluss wurde noch die Websuche in den Project Manager Agent integriert und Microsoft hat das KI-Modell erweitert, wodurch bessere Ergebnisse erzielt werden sollen.
September 2025
Der September war eigentlich sehr ruhig. Es wurden lediglich zwei neue Features eingeführt, die jedoch bedeutend waren. Zum einen wurden die Agents Facilitator und Teams Channel Agent bereitgestellt, die über eine Integration in Planner verfügen. Außerdem hat Microsoft die Unterstützung für Information Barriers (IB) eingeführt. Die Funktion der beiden Agents besteht darin, Teams bei der Planung, Durchführung und Steuerung von Meetings und Projekten zu unterstützen und so Zeit bei der Aufgabenverwaltung einzusparen. Mit den Informationsbarrieren hat Microsoft endlich das Thema Sicherheit adressiert, um Planner auch für den Unternehmenseinsatz tauglich zu machen. Dank der Informationsbarrieren ist es nun möglich, die Sichtbarkeit von Projekten entsprechend einzuschränken.
Oktober 2025
Im Oktober gab es von Microsoft keine neuen Features, dafür aber die Microsoft Ignite, auf der jede Menge neue Ankündigungen von Seiten Microsoft veröffentlicht wurden.
November 2025
Im November gab es ebenfalls keine neuen Features. Allerdings wurde im Nachrichten Center mitgeteilt, dass im Januar einige Updates anstehen. Die Nachricht mit insgesamt acht Änderungen beschreibt Features, die neu eingeführt, eingestellt oder vorübergehend deaktiviert werden.
Dezember 2025
Microsoft stellt die Unterstützung von Azure Information Protection in Standardplänen zur Verfügung. Ab sofort können Standardpläne gelabelt werden, was Einfluss auf die zugewiesenen Benutzer im Plan hat. Neben dem Löschen und Ändern von Aufgaben kann auch das Exportieren von Daten verhindert werden. Der Vorteil gegenüber der bisherigen Möglichkeit über PowerShell ist, dass nicht nur das Löschen verhindert werden kann, sondern auch die Pflege der Aufgaben. Dies setzt allerdings bestimmte Lizenzen voraus, eröffnet aber endlich weitere Möglichkeiten, auf die Berechtigungen eines Plans Einfluss zu nehmen.
Damit endet mein kurzer Jahresrückblick – ich hoffe, die Informationen waren hilfreich. Auch im nächsten Jahr werde ich wieder rund um das Thema Planner berichten. Ehrlich gesagt, es wird sicher spannend bleiben.